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Samstag, 25. Juli 2015

Der letzte Beitrag zu diesem Blog

Unsere Segelreise Einmal Karibik und zurück ist beendet, wie Ihr wisst, liebe Familie, liebe Freunde.

Sollen wir hier noch einmal ein Resume ziehen? - Nein, jeder unserer Blogbeiträge war doch schon Resume!
Was gewinnt man durch solch eine weite Segelreise? Sie ist anstrengend. Sie dauert lange (mindestens 11 – 12 Monate), sie braucht eine intensive Vorbereitung (die Anschaffung und Ausrüstung des Schiffes, der Erwerb der Kenntnisse), sie kostet (neben Boot und Technik u. U. den Verdienstausfall in Sabbatzeiten) und sie ist nicht unriskant (Gesundheit unterwegs, Gefahren).

Den Segelbegeisterten unter Euch, die unseren Blog lesen, weil sie über eine ähnliche Reise träumen, können wir trotzdem raten: Nehmt Euch die Zeit, haltet das Geld dafür zusammen, rüstet Euer Boot gut aus und setzt die Segel!

Die Antwort auf die Frage, ob sich die Reise und der Aufwand lohnen, fällt für jeden und jede anders aus und hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa: Habt Ihr viel Segelerfahrung? Kennt Ihr Euch mit Reparaturen an Bord gut aus? Wieviel von der Welt habt Ihr bereits gesehen?

Nur zu! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.  


Dienstag, 21. Juli 2015

Unsere Reise in Zahlen


Insgesamt zurückgelegte Seemeilen: 12.110 (für die Landratten – 22.430 km) in 3032 Stunden.

Die Gesamtreise erstreckte sich über 439 Tage (das sind rund 14.5 Monate),
an 71 Tagen wurde die Nacht auf hoher See verbracht, der längste Abschnitt davon war die Strecke von den Kanaren nach Tobago: 23 Nächte auf dem Atlantik. Die 2. Atlantiküberquerung West-Ost dauerte 19 Tage (bis zu den Azoren) und dann noch mal 12 bis Falmouth.

Insgesamt wurden 18 Länder außerhalb Deutschlands angelaufen, 6 davon in Europa (Holland, Belgien, Frankreich, England, Spanien und Portugal) und 12 in der Karibik: Tobago, Grenada, Grenadines, St. Lucia, Martinique (F), Dominica, Guadeloupe (F), Antigua, Montserrat, Nevis & St. Kitts, St. Martin (F, NL), British-Virgin-Islands (GB). Einige davon auch mehrfach, meist war dies mit sehr viel bürokratischem Aufwand verbunden.

In europäischen Gewässern waren wir 224 Tage, am längsten an der englischen Südküste (68 Tage). In europäischen Ländern übernachteten wir meist im Hafen (181), geankert wurde zumeist in Galizien/ Spanien: 43 mal.

In der Karibik blieben wir 140 Tage, davon 116 vor Anker in teils sehr idyllischen Ankerbuchten, mit türkisfarbenem Wasser und fast Badewannentemperatur (28 Grad).


Sonntag, 19. Juli 2015

Einlaufen im Heimathafen Flensburg in Sicht

Gestern flotte Fahrt von Spiekeroog über Brunsbüttel in den Nord-Ostsee-Kanal bis zum Giselaukanal: 90 Seemeilen in 15 Stunden. Tide und Wind haben kräftig mit geschoben.
Vor der Schleuse im Giselaukanal, einem Seitenarm des NOK
Am Donnerstag Nachmittag werden wir in Flensburg eintreffen und damit unseren Törn Einmal Karibik und zurück beenden.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Tipp: Fischcurry selbst konservieren


Konserven selber herzustellen ist nicht schwer. Wir haben es wiederholt mit Spaghettisoße Bolognese, aber auch mit Fisch gemacht, wenn wir zu zweit gegen die geangelten Mengen nicht gegen an essen konnten. Am leckersten fanden wir dafür die Gemeine Goldmakrele/ Mahi Mahi mit ihrem weißen Fleisch. Dazu nahmen wir unsere 750 ml Gläser. Im Kühlschapp hielten sich die Gläser mindestens 6 Wochen.
Fischcurry
Wir stellen eine Soße her, in die wir zum Schluss die filettierten Fischgulaschstücke nur noch hinein legen und ein paar Minuten ziehen lassen.
Kleingehackte Knoblauchzehen und Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig braten, mit Salz, Pfeffer, Curry würzen, mit viel Sahne und Brühe ablöschen, weiter würzen mit Zitrone, Kokosnusspulver (oder Kokosnussmilch aus der Dose), Zucker, viel Ingwer (frischen Ingwer von Schale und holzigen Teilen befreit durch die Knoblauchpresse drücken) und weiterhin etwas Schärfe hinzu fügen mit Chilipulver, Tabasco o.ä. Etwas reduzieren bis die Soße dicklich ist, dann die Fischgulaschstücke dazu geben und ein paar Minuten mit ziehen lassen.
Alles sehr heiß in sehr gut ausgewaschene, mit kochendem Wasser übergossene (entkeimte) Gläser füllen, Glasränder mit sauberem Tuch sauber wischen, Twist Off Deckel fest zuschrauben und Gläser ruhen lassen, bis sie abgekühlt sind. Die Deckel stülpen sich nach innen.
Dieses Fischcurry kann man verfeinern mit roter Paprika (mit andünsten), mit (Koch)Bananen, frischer Ananas, Kapern, Wein, … (zum Schluss dazu geben und mit erwärmen).
Uns schmeckt dieses Gericht am besten mit Reis. Spaghetti oder (süße) Kartoffeln machen sich aber auch gut dazu.
Man öffne die Konserve nach einem langen anstrengenden Segeltag. Vor Anker. Bei Sonnenuntergang. Mit einem Glas Wein …

Mittwoch, 15. Juli 2015

Spiekeroog

An den vielen Kindern in Vlieland hatten wir unser Vergnügen .
Nach einer angenehmen Übernachtfahrt von 110 Seemeilen sind wir am frühen Morgen mit auflaufendem Wasser im schönen Spiekeroog angekommen.

Samstag, 11. Juli 2015

Tipp: Konserven

Habt Ihr längere Überseetörns vor Euch, eventuell sogar eine Atlantiküberquerung?
Und wisst Ihr noch nicht so genau, wie gut Ihr damit zurecht kommt bzw ob Ihr das Kochen bei jedem Seegang hin bekommt?
Hättet Ihr für diesen Fall gerne gute Fertiggerichte, die Ihr im wesentlichen nur erwärmen müsst?
Esst Ihr durchaus gerne mal deftige Fleischgerichte?
Und könnt Ihr Euch keineswegs mit dem Gedanken an gängige Supermarktkonserven wie Pichelsteiner Eintopf, Ravioli usw anfreunden?
Gibt es bei Euch in der Nähe keine Schlachterei, die Euch versorgt?

Falls das so ist, dann geht es Euch so wie uns im letzten Jahr vor unserer Abreise. Und dann haben wir einen Tipp für Euch:
Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall schickt gut schmeckende Fleischgerichte in Dosen überall hin. Wir hatten letztes Jahr vor unserer Abreise im Internet recherchiert und diese Konserven ohne Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker gefunden. Nach einer kleinen Bestellung zum Probieren bestellten wir uns einige leckere Sachen zum Mitnehmen und haben es nicht bereut. Unsere Lieblingsgerichte sind Rindsrouladen, Sauerbraten und Schweinebratwurst. Vom Griebenschmalz und der Leberwurst hätten wir viel mehr mitnehmen sollen.

Freitag, 10. Juli 2015

Vlieland

Heute sind wir nach einer Übernachtfahrt von Oostende/ Belgien in Vlieland/ Niederlande angekommen, wo uns ein herrlich sonniger, frischer Sommertag empfängt.
Gordon Ashton, Crossing on the Salcombe Ferry Boat